07.04.2016

Hochschulen für Angewandte Wissenschaften werden im internationalen Vergleich immer mehr zum Erfolgsmodell

Das Ergebnis des weltweiten Hochschulrankings U-Multirank zeigt: in der Kategorie „gemeinsame Publikationen mit Wirtschaft und Industrie“ schneidet die Hochschule Reutlingen weltweit am besten ab. Auch andere Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) stechen im Bereich Wissenstransfer hervor.

Im globalen Vergleich wird der Erfolg des HAW-Modells deutlich: 18,6 Prozent der Publikationen an der Hochschule Reutlingen entstehen in Kooperation mit Wirtschaft und Industrie. Mit diesem Rekord kann weltweit keine Hochschule mithalten. Deutschlandweit ist die Hochschule Reutlingen im Ranking außerdem auch die Hochschule mit der besten internationalen Ausrichtung.

Dass auf dem zweiten und dritten Rankingplatz in der Kategorie Industriekooperationen mit der Technischen Hochschule Nürnberg und der Hochschule München zwei weitere HAW folgen, unterstreicht einmal mehr die Stärke der Hochschulart in der angewandten Forschung. Hier an den HAW entsteht Innovation im Dialog und in der Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Praxis.

Das Ergebnis des U-Multirank weist insbesondere auf die vielfältigen Stärken der unterschiedlichen Hochschularten hin, indem eine große Bandbreite verschiedener Indikatoren berücksichtigt wird. Das hervorragende Abschneiden der HAW in diesem profilscharfen Ranking macht deutlich, dass diese Hochschulart der Regionen sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene über eine hohe Wettbewerbsfähigkeit verfügt und sich einer stetig steigenden Anerkennung erfreut.

Dafür spricht im Übrigen auch das seit Jahren dynamisch zunehmende Interesse junger Menschen an den HAW als dem Hochschultyp ihrer Wahl. In Baden-Württemberg ist die Zahl der Studierenden an den 21 staatlichen und drei kirchlichen HAW seit 2005 bis heute um rund 35 % angewachsen. Damit sind inzwischen fast ein Drittel aller Studierenden im Land in modernen praxisorientierten und innovativen Studiengängen an HAW eingeschrieben und weit mehr als die  Hälfte aller zukünftigen Ingenieurinnen und Ingenieure werden ihren Abschluss an einer HAW gemacht haben.

Gestärkt wird diese Entwicklung auch durch die sehr erfolgreiche Forschung der rund 3.000 HAW-Professorinnen und Professoren im Land, die zumeist in enger Zusammenarbeit mit Praxispartnern erfolgt – darüber hinaus wird sie durch die ausgezeichneten Platzierungen der baden-württembergischen HAW in Rankings wie dem U-Multirank eindrucksvoll bestätigt.