19.05.2017

SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Stoch sagt Hochschulen für Angewandte Wissenschaften volle Unterstützung zu

Beeindruckt von der Rottenburger Hochschule; v.l.n.r.: Andreas Stoch, Fraktionsvorsitzender SPD-Landtagsfraktion; Martin Rivoir, Wissenschaftspolitischer Sprecher SPD-Landtagsfraktion; Prof. Dr. Dr. Bastian Kaiser, Rektor; Gerhard Weik, Kanzler; Verena Strasdeit, Studentin Masterstudiengang für Forstwirtschaft.

Rottenburg, 12. Mai 2017

Dass Hochschulen für Angewandte Wissenschaften der SPD-Landtagsfraktion und ihrem Vorsitzenden Andreas Stoch sehr am Herzen liegen, wurde bei seinem Besuch der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg besonders deutlich: "Für uns sind die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften prädestinierte Partner, um sich den großen Herausforderungen in der baden-württembergischen Hochschullandschaft zu stellen. Sie verdienen unsere volle Unterstützung."

Der Zugang zu einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften falle jungen Menschen aus Familien ohne akademische Erfahrung immer noch leichter als der zur Universität. Sie stellen eine wichtige Aufstiegsmöglichkeit dar: Hier würde das sozialdemokratische Kernthema "beste Bildung für alle" als ein Aspekt sozialer Gerechtigkeit gelebt. So hätten die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in vielen Bereichen - z.B. auch was die zunehmende Heterogenität der Studierenden betrifft - Erfahrungsvorsprünge.

Beeindruckt zeigten sich Stoch und der wissenschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Martin Rivoir von dem 2016 in Betrieb genommenen Lehr- und Forschungsgebäude "Technikum", welches unter seinem Dach eine Holzwerkstatt, das Holzwerkstofftechnikum und eine Versuchshalle, die individuellen Raum für Forschungsprojekte aber auch neue Lehrformate bietet, beherbergt.

Rektor Professor Dr. Dr. Bastian Kaiser, der zugleich auch Vorsitzender der Rektorenkonferenz der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften Baden-Württemberg ist, nutzte die Gelegenheit des Besuchs, um auf die Herausforderungen der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften hinzuweisen. Ein wichtiges Anliegen dabei war der Wunsch nach einem deutlichen Ausbau der verlässlichen Grundfinanzierung der Studienplätze.

"Die Bedeutung der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften für das Wissenschaftssystem im Land sowie ihre Herausforderungen haben in den vergangenen Jahren kontinuierlich und deutlich zugenommen. Es ist deshalb nicht nur ein Aspekt der strategischen Sicherung des Wissenschaftsstandortes Baden-Württemberg, sondern auch ein Gebot der Stunde und der Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dies auskömmlich zu finanzieren und mit unbefristeten Stellen zu hinterlegen", betont Kaiser.

Justierungs- und dringenden Handlungsbedarf gäbe es zudem auch in Sachen Digitalisierung, vor allem bei den veralteten Campus-Management-Systemen, und bei den Promotionsmöglichkeiten an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. Kaiser stieß zu diesen Themen auf offene Ohren bei seinem Besuch. Stoch sagte die volle Unterstützung seiner Fraktion zu: "Die Verstetigung der Ausbau-Studienplätze und damit eine höhere Grundfinanzierung der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, eine stärkere strategische Ausrichtung in Sachen Hochschuldigitalisierung und die Forderung nach einem befristeten Promotionsrecht stehen definitiv auf der politischen Agenda unserer parlamentarischen Arbeit der nächsten Monate und Jahre: Hier werden wir nicht locker lassen."

Hintergrund: Der Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion besucht in diesen Wochen einige Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, um sich vor Ort einen Eindruck über ihr Leistungsvermögen und ihre Herausforderungen zu verschaffen. Weitere Stationen seiner Hochschultour sind unter anderen die Hochschulen Aalen, Heilbronn, Karlsruhe, Pforzheim und Ulm.