04.12.2017

Wissenschaftsministerin Bauer zu Gast auf der Herbsttagung der HAW

Rektorinnen, Rektoren, Kanzlerinnen und Kanzler der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften diskutieren mit Wissenschaftsministerin Bauer über die schwierige Lage, in der sich die HAW nach dem enormen Ausbau der Studienkapazitäten befinden

Frau Ministerin Theresia Bauer im Dialog mit den Rektorinnen, Rektoren, Kanzlerinnen und Kanzler der 24 Mitgliedshochschulen des HAW BW e.V..

Am Freitag trafen sich die Rektorinnen, Rektoren, Kanzlerinnen und Kanzler zur jährlichen Herbsttagung der HAW in Echterdingen. Im Mittelpunkt der Gespräche mit dem diesjährigen politischen Gast, Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, standen die finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen für die HAW seit Abschluss des Hochschulfinanzierungsvertrags (HofV) und vor den Verhandlungen zu einem neuen HofV im nächsten Jahr.

Der Vorsitzende der Rektorenkonferenz, Professor Bastian Kaiser, machte in seinem Statement klar, dass die spezifischen Probleme der ausbaustarken Hochschularten im letzten HofV zu wenig Berücksichtigung fanden und dieser gegenüber den unterschiedlichen Ausgangssituationen der Hochschularten quasi blind gewesen sei. Die HAW würden frühzeitig ihre Analysen und Positionen zu den Verhandlungen des nächsten HoFV einbringen und hofften auf einen konstruktiven Dialog auf Augenhöhe.

Herr Kaiser betonte auch, dass es an den HAW bereits jetzt dringende Investitionen des Landes brauche, um die Zukunftsfähigkeit dieser bisher so erfolgreichen Hochschulart zu sichern. Das finge bei Investitionen in Software und IT-Infrastruktur an und höre bei Flächen und Sanierung auf.

Frau Ministerin Bauer zeigte Verständnis für die Sorgen und Nöte der HAW, wies aber auf die Einsparauflage des Finanzministeriums für ihr Ressort von insgesamt rd. 100 Mio. Euro pro Jahr ab 2019 hin. Sie wolle die HAW unterstützen in ihrem Bestreben zur Modernisierung, gerade auch im Bereich Digitalisierung. Die Argumente zum Entwurf des neuen Landeshochschulgestzes nehme sie mit und lasse die Anliegen der HAW nochmals in ihrem Haus prüfen. Die Ministerin betonte in ihrem Statement, dass alle Hochschulen gemeinsam mit dem Wissenschaftsministerium in der Öffentlichkeit die gesellschaftliche Bedeutung von Innovation und Wissenschaft für das Land und dessen Wirtschaftskraft immer wieder zeigen und nachweisen müssten.