05.02.2014

HAW BW e.V. im Gespräch mit Hochschule Bayern e.V.

Zu Beginn der Winterklausur des Verbunds der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften diskutierten als Gäste Prof. Dr. Bastian Kaiser und Prof. Dr. Gerhard Schneider mit den Mitgliedern der Hochschule Bayern e.V. über aktuelle hochschulpolitische Entwicklungen, über die Rahmenbedingungen für angewandte Forschung, über die Finanzierung der Hochschulen und – aus aktuellem Anlass – über die Verbesserung der Promotionsmöglichkeiten in Baden-Württemberg und Bayern.

Prof. Dr. Michael Braun, Prof. Dr. Gerhard Schneider, Prof. Dr. Bastian Kaiser und Prof. Dr. Uta M. Feser (v.l.n.r.) im Dialog auf der Winterklausur von Hochschule Bayern.

„Ich freue mich sehr, dass die Kollegen aus Baden-Württemberg unserer Einladung gefolgt sind, und bin gespannt auf einen interessanten Austausch zwischen den Hochschulvertretern der beiden «Südländer»“, sagte Prof. Dr. Michael Braun, Vorsitzender von Hochschule Bayern e.V. und Präsident der Technischen Hochschule Nürnberg zu Beginn der Gespräche. Mit Prof. Dr. Bastian Kaiser, Vorsitzender HAW BW e.V. und Rektor der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg, sowie Prof. Dr. Gerhard Schneider, stellvertretender Vorsitzender von HAW BW e.V. und Rektor der Hochschule Aalen, kamen am 3. Februar zwei Repräsentanten des baden-württembergischen Verbunds der Hochschulen für angewandte Wissenschaften ins Hochschulzentrum Vöhlinschloss nach Illertissen. Ziel des Besuchs war der bundeslandübergreifende Dialog über aktuelle hochschulpolitische Themen und die Auslotung gemeinsamer Positionen.

Hochschulpolitische Entwicklungen, Finanzierung, Forschung und Promotion

Neben der jeweiligen Ausgestaltung der Studienangebote und der angewandten Forschung in Baden-Württemberg und Bayern sowie der Positionierung der Hochschulen für angewandte Wissenschaften standen insbesondere aktuelle hochschulpolitische Entwicklungen, die Rahmenbedingungen für angewandte Forschung, die Finanzierung der Hochschulen und die Verbesserung der Promotionsmöglichkeiten in Baden-Württemberg auf der Tagesordnung. Baden-Württemberg wird in Kürze unter der grün-roten Regierung eine Novelle des Landeshochschulgesetzes auf den Weg bringen. Bayern steht gerade am Beginn einer neuen Legislaturperiode. Aus aktuellem Anlass stand so nach der kürzlich erfolgten Ankündigung einer Experimentierklausel zur befristeten und begrenzten Einführung eines Promotionsrechts für baden-württembergische Hochschulen für angewandte Wissenschaften das Thema „Promotionsrecht“ besonders im Fokus der Diskussionen.

Weitere Stärkung der bundeslandübergreifenden Zusammenarbeit

Nach dem mehrstündigen, intensiven Gespräch resümierte Prof. Dr. Michael Braun: „Aufgrund der äußerst positiven Erfahrungen werden die beiden Hochschulverbünde die gemeinsame Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen verstärken.“ Er kündigte an: „Hochschule Bayern beabsichtigt, über die Kooperation in der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hinaus, zukünftig auch bilateral den direkten Kontakt mit Hochschulvertretern anderer Bundesländer zu intensivieren.“