31.10.2014

Hohe Wertschätzung für die Arbeit der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) im Land

Die ehemaligen Studierenden der baden-württembergischen HAW bescheinigen ihren Hochschulen eine ausgezeichnete Qualität und sehr gute Arbeit. Das belegt die Studie über den beruflichen Werdegang der HAW-Absolventinnen und Absolventen, die das Statistische Landesamt alljährlich im Auftrag der HAW-Rektorenkonferenz durchführt, eindrucksvoll.

Dr. Carmina Brenner und Prof. Dr. Bastian Kaiser stellen die Ergebnisse der sechsten Studie vor. Foto: HAW BW e.V.

Die jüngste Ausgabe der jährlichen Absolventenbefragung des Statistischen Landesamtes für die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg zeigt eindrucksvoll den Erfolg der insgesamt 6.357 teilgenommenen Absolventinnen und Absolventen auf dem Arbeitsmarkt. Die befragten „Ehemaligen“ der aktuellen Studie haben in den Jahren 2008 und 2011 ihr Studium abgeschlossen.

Unabhängig von der Abschlussart der Befragten (Diplom (FH), Bachelor, Master), ist diesen der Einstieg in das Berufsleben nahezu durchweg erfolgreich gelungen. So sind im Befragungsjahr 2013 lediglich 2 Prozent aller Befragten noch oder wieder auf Arbeitssuche. 64 Prozent der Befragten hatten sogar unmittelbar nach dem Studium eine klassische Erwerbstätigkeit gefunden. 63 Prozent von ihnen verdienen bereits beim Berufseinstieg mehr als 40.000 Euro brutto im Jahr, 16 Prozent über 60.000 Euro. Besonders erfreulich ist, dass acht von zehn der befragten Absolventinnen und Absolventen direkt in unbefristete Arbeitsverhältnisse kamen.

„Die vollständige und immer schnellere Integration unserer Absolventen in den Arbeitsmarkt zeigt, dass unsere Studienangebote für das Hochschulsystem und für den Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg unverzichtbar sind. Es gilt nun das Erfolgsmodell der HAW mit einer zukunftsfähigen Finanzierung ohne neue Budgetkürzungen im Hochschulfinanzierungsvertrag „Perspektive 2020“ zu sichern, befristete Mittel zu einem Großteil in Grundfinanzierung umzuwandeln und den HAW Spielräume zur weiteren Entwicklung ihrer Ausbildungsangebote zu verschaffen“,  so Professor Bastian Kaiser, Vorsitzender der HAW-Rektorenkonferenz.

 

Nach einer neuen Studie im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung sind die Ausgaben pro Studierenden in Baden-Württemberg im Zeitraum 2000 bis 2011 um 22 Prozent gefallen. Dass die Absolventinnen und Absolventen der beiden in diesen Zeitraum fallenden Jahrgänge dennoch so zufrieden mit ihrem Studium, ihren Hochschulen und ihrem beruflichen Erfolg sind, unterstreicht nach Auffassung Kaisers, dass das dynamische Wachstum der HAW im Land dank des Engagements der Hochschulmitarbeiterinnen und Mitarbeiter bislang nicht zulasten der Ausbildungsqualität ging. Mehr sei diesen aber nicht mehr zuzumuten – zumal viele der Beschäftigten an den Hochschulen aufgrund der unsicheren Finanzierungslage nur befristet angestellt seien.

Die sehr positive Rückmeldung zeige aber auch, dass das Wachstum der HAW (seit 2006 plus 30% Studierende) kein Selbstzweck der Hochschulen sei, sondern dem dringenden Bedarf der Wirtschaft an gut ausgebildetem Fachkräftenachwuchs entspreche und von dieser durch attraktive Arbeitsangebote für die Fachkräfte mit HAW-Hintergrund honoriert werde.

Dafür spreche auch die zunehmende Nachfrage nach Masterstudiengängen der HAW. Für ein anschließendes Studium nach dem ersten Abschluss hat sich im Abschlussjahrgang 2008 noch ein Anteil von 8 Prozent der Teilnehmer entschieden, im Jahrgang 2011 sind es schon 27 Prozent. Die große Mehrheit davon hat sich dabei für ein anwendungsorientiertes Masterangebot an einer HAW entschieden. Die rückblickende Zufriedenheit der Master-Absolventen liegt sogar noch über dem ausgezeichneten Niveau der Bachelor-Ergebnisse.

„Auch das ist sehr bemerkenswert, weil bisher lediglich ein kleiner Teil davon über das Ausbauprogramm des Landes finanziert ist“, so Kaiser.  

„Wir sind allen sehr dankbar, die an dieser Studie mitgewirkt haben“, betont Bastian Kaiser.

Die Abschlussberichte von 2013 und aus der Vergangenheit sowie viele weitere Infos und Daten finden Sie auf der Seite des Statistischen Landesamts (siehe Links).