20.04.2015

Mindestlohngesetz beschädigt bewährte Formen der Partnerschaft zwischen Arbeitgebern und Hochschulen

Arbeitgeber, Ingenieurkammer und Hochschulen im Land fordern gemeinsam das Bundesarbeitsministerium dazu auf, das Mindestlohngesetz zu überarbeiten. Mit Blick auf die verschiedenen Formen von Praktika, praxisintegrierten Studiengängen und weiteren bewährten Formen der Kooperation in der Lehre zwischen Hochschulen und Betrieben müsse Ministerin Nahles schnellstmöglich rechtliche Klarheit schaffen.

So heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme der Ingenieurkammer Baden-Württemberg, der Arbeitgeber Baden-Württemberg, der Landesuniversitäten und der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. Freiwillige Praktika über drei Monate Dauer müssten auch in Zukunft unbürokratisch und ohne Mindestlohnpflicht möglich sein. Studienmodelle mit praxisintegrierten Anteilen und die verschiedenen Formen der Zusammenarbeit in der Hochschullehre bräuchten rechtliche Sicherheit.

Ausländische Studierende sollten weiterhin genügend Angebote für eine ausgedehnte Praxisphase in Baden-Württemberg vorfinden, so die Organisationen in ihrer gemeinsamen Stellungnahme.