Häufig gestellte Fragen zur Ausschreibung „Innovative Projekte“

Wie soll der elektronische Versand erfolgen? 

Ideal ist, wenn Sie alle Dateien (Formular, Erläuterungen, LOIs, Stellungnahme der Hochschule/n usw.) in ein einziges pdf zusammenführen. Wir leiten die Anträge elektronisch an die Gutachter weiter. Wenn pro Antrag drei, vier oder mehr Dateien vorliegen, besteht die Gefahr, dass Teile davon aus Versehen nicht weitergeleitet oder vom Gutachter übersehen werden, was zum Nachteil des Antragstellers ist.

Wie umfangreich darf ein Antrag (Anhang 1) sein?

Es gibt keine offizielle Begrenzung, allerdings liest kein Gutachter gern einen Antrag mit mehr als 20 Seiten. Versuchen Sie sich also auf rund 15 Normseiten (a ca. 3000 Zeichen) zu beschränken, die Formblätter und LOIs nicht mitgerechnet.

Bei Industriekooperationen kann auch – neben „Letter of intent“ – „Kooperationsvereinbarung“ angeklickt werden? Steht das nicht im Widerspruch zur Grundregel, dass ein Projekt vor Förderung nicht angefangen werden darf?

Eigentlich ja, aber wenn sich die Kooperationsvereinbarung nicht direkt auf das beantragte Projekte bezieht, sondern grundsätzlich besteht, ist eine solche nicht schädlich. In der Realität wird so ein Fall aber sehr selten vorkommen.

Genügt es, wenn die Unternehmenspartner einen „Letter of intent“ schreiben und sich mit Barmitteln und/oder geldwerten Leistungen beteiligen?

Eigentlich sollten alle Partner auch im Arbeitsplan erscheinen, d.h. auch etwas konkret zu den Projektergebnissen beitragen. Allein die „Beobachtung“ eines Projekts und ggf. die Verwertung der Ergebnisse im Nachhinein machen eine Bewilligung unwahrscheinlich, auch dann nicht, wenn von den Partnern Mittel beigesteuert werden.

Was bedeutet "Kooperation mit der Zivilgesellschaft und/oder mit Kommunen"?

Vor allem in den Sozialwissenschaften gibt es i.d.R. keine Partner aus der Industrie, wohl aber Partner aus anderen, nicht-kommerziellen Bereichen (Kliniken, Pflegeheime, Sozialverbände, Kommunen, NGOs etc.). Um dies zu verdeutlichen, wurde in der laufenden Ausschreibung erstmals diese Wahlmöglichkeit eingeführt. Hier wird man nicht unbedingt erwarten, dass diese Partner Barmittel oder geldwerte Leistungen im gleichen Umfang beisteuern wie Unternehmen der freien Wirtschaft. Doch auch hier gilt: Diese Partner sollten das Projekt aktiv unterstützen, also im Arbeitsplan auftauchen.

Kann es auch Vorhaben mit Partnern aus der Wirtschaft und einer Universität (oder weiteren Partnern) geben?

Selbstverständlich! Solche Projekte sind sicher gern gesehen. Allerdings gibt immer, dass Wissenschaftlichkeit und Innovationshöhe das erste Kriterium für die Bewertung darstellt. Ein Vorhaben wird nicht automatisch zur Förderung empfohlen, nur weil es bestimmte Partner gibt.

Wer begutachtet? Wieso sind die Namen der Gutachter nirgends aufgelistet?

Die Gutachtergruppen werden immer wieder neu zusammengesetzt bzw. ergänzt. Dies erfolgt durch das MWK in Abstimmung mit dem RKH-Vorstand. In der Regel sind einzelne Gutachter für drei Antragsrunden berufen. Sofern wir die Namen veröffentlichen, das zeigte die Vergangenheit, ist die Anonymität nicht mehr gänzlich gewahrt, da die fachliche Zuordnung der einzelnen Gutachter leicht nachvollzogen werden kann und somit ersichtlich ist, wer für welchen Antrag das Hauptgutachten verfasst hat.

Die drei Gutachtergruppen (Ingenieurwissenschaften, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Life Sciences) sind so zusammengesetzt, dass jeweils neben einigen Wissenschaftlern aus unseren Hochschulen Vertreter von Firmen, Universitäten und einer Hochschulen aus einem anderen Bundesland mitwirken. Alle Anträge werden in Begutachtungssitzungen diskutiert; d.h. die Entscheidung fällt nie ein Gutachter allein, sondern immer die Gruppe in ihrer Gesamtheit.