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Fachhochschulen auf dem Vormarsch

Forschungsprofessuren und promovierende Ingenieure: Fachhochschulen entwickeln sich von reinen Lehranstalten zu Schmieden der anwendungsbezogenen Forschung.

Im baden-württembergischen Pforzheim zum Beispiel steht im Labor der Hochschule neuerdings eine vom Bund finanzierte Maschine, in etwa so groß wie der Kleiderschrank eines Singles – jedoch mit deutlich spannenderem Innenleben. "Von dieser Hochspannungs-Impuls-Zerkleinerungsanlage träume ich seit sechs Jahren", schwärmt Jörg Woidasky. Der Diplom-Ingenieur hat Technischen Umweltschutz in Berlin studiert und war bei einem Fraunhofer-Institut bei Karlsruhe im Umweltbereich beschäftigt. Vor diesem Hintergrund interessiert er sich insbesondere für den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Mithilfe der neu erworbenen Maschine ist es dem Wissenschaftler nun möglich, Roh- und Wertstoffe aus Elektrogeräten wie Telefonen, Laptops und Fernsehern zu recyceln und für die Wiederverwertung zur Verfügung zu stellen. Verbaute Substanzen zurückzugewinnen hat angesichts der globalen Rohstoffverknappung und der steigenden Weltmarktpreise einen nicht unerheblichen ökonomischen Mehrwert. "In der Region gibt es ein Unternehmen, das Kunststoffteile mit einem Metallanteil herstellt. Diese Firma kam auf uns zu mit der Frage, wie man Metall und Kunststoff sauber recyceln kann", berichtet Woidasky. Die Maschine macht es möglich, beide Materialien zu trennen. Im Inneren der Anlage steht ein Prozessgefäß, eine Schüssel mit Wasser, in die Bauteile hineingelegt werden. Das Wasser dient als Prozessmedium für die elektromagnetischen Impulse, auf denen die Fragmentierung beruht.


Zeit Online - Gastbeitrag

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